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Grundlagenwerke

Die Erarbeitung und Betreuung von wissenschaftlichen Grundlagenwerken ist ein Ausweis der führenden und koordinierenden Stellung des IOS im Bereich der historischen Südosteuropaforschung. Die Werke dienen der internationalen Fachöffentlichkeit ebenso wie der Verwendung in benachbarten Bereichen und der Vermittlung der Forschungsergebnisse an die weitere Öffentlichkeit.

Aktuelle Projekte

Handbuch zur Geschichte Südosteuropas

Das auf sieben Bände angelegte „Handbuch zur Geschichte Südosteuropas“ ist ein langfristig angelegtes Projekt, das am IOS koordiniert und redaktionell betreut wird. Geplant ist ein wissenschaftliches Kompendium, das sich an den Bedürfnissen sowohl der historischen Forschung als auch der universitären Lehre ausrichtet und zudem ein nicht in der Südosteuropaforschung verankertes Publikum anspricht. Überdies wird das Handbuch auf der Basis eines gebündelten Überblicks über den Forschungsstand als genuine Leistung auch Forschungslücken benennen und teilweise füllen sowie Impulse für zukünftige Forschungen geben.

Abgeschlossene Grundlagenwerke

BioLexSOE online

Das in der Printausgabe vierbändige „Biographische Lexikon zur Geschichte Südosteuropas“ liegt als BioLexSOE online nunmehr auch als elektronisches Informationssystem im Open Access vor. Zeitliches Auswahlkriterium bei der Auswahl der Artikel war die Bedeutsamkeit der aufgenommenen Personen in den Epochen vom Mittelalter bis 1945. Zeitgenossen aus den Entstehungsjahren des Lexikons sind damit nur im Ausnahmefall vertreten. Es umfasst außer Angehörigen der südosteuropäischen Nationen vom Bosporus bis zur Slowakei insbesondere auch Persönlichkeiten der drei historischen südosteuropäischen Imperien (Byzanz, Osmanisches Reich, Habsburgermonarchie). 

Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. München 1974–1981

Das mit Unterstützung der DFG erarbeitete biographische Lexikon bietet in seinen vier Bänden insgesamt 1625 Namensartikel; das in Bd. IV beigefügte Personenregister erschließt weitere ca. 10 000 Personenangaben. Dem im Buchhandel unverändert lieferbaren Lexikon liegt als zeitliches Auswahlkriterium die Bedeutsamkeit der aufgenommenen Personen in den Epochen vom Mittelalter bis 1945 zugrunde. Zeitgenossen der Entstehungsjahre des Lexikons sind damit kaum vertreten. Es umfasst außer Angehörigen der südosteuropäischen Nationen vom Bosporus bis zur Slowakei insbesondere auch Persönlichkeiten der drei historischen südosteuropäischen Reiche (Byzanz, Osmanisches Reich, Habsburgermonarchie). Das „Biographische Lexikon zur Geschichte Südosteuropas“ liegt als BioLexSOE onlineauch in einem elektronischen Informationssystem vor.

Geschichte Südosteuropas: Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg 2011

Die „Geschichte Südosteuropas“ ist die umfassendste und aktuellste Darstellung zur Gesamtregion und ein in sich geschlossenes Kollektivwerk von 14 internationalen Fachleuten. Die einzelnen Kapitel wurden durch intensive Redaktion zu einem zusammenhängenden Gesamttext vereinigt. Der große Kartenteil (mit zusammen 35 thematischen Originalkarten) stellt ergänzend dazu einen vorläufigen Ersatz für einen noch nicht existierenden historischen Atlas zu Südosteuropa dar. Die Erarbeitung der „Geschichte“ fungierte zugleich als Pilotprojekt für das mehrbändige Handbuchprojekt zur Geschichte Südosteuropas. FAZ vom 25.06.2012: „auf Jahre hinaus maßgeblich und gleichermaßen unverzichtbar für Politiker, Diplomaten und Journalisten wie für Studenten und Historiker“.

Historische Bücherkunde Südosteuropa. München 1978–2002

Die „Historische Bücherkunde Südosteuropa“ ist als kommentierte Bibliographie zur Geschichte ganz Südosteuropas mit seinen Großreichen Byzanz, Osmanisches Reich und Habsburgermonarchie erschienen. Zeitlich waren die annotierten Literaturnachweise durch das sechste Jahrhundert und das Jahr 1918 begrenzt.

Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Stuttgart 2004

Die erste Auflage des „Lexikons zur Geschichte Südosteuropas“ bündelte in 544 Stichwörtern das Wissen von rund 60 internationalen Expert*innen. Im Fach und außerhalb desselben wurde es bestens aufgenommen; es gehöre „in die Handbibliothek eines jeden, der an den Vorgängen in dieser Region interessiert ist“ (FAZ, 20.06.2012). Die wesentlich erweiterte und aktualisierte zweite Auflage ist in Herausgabe durch Holm Sundhaussen und Konrad Clewing 2016 wiederum beim Böhlau Verlag (Wien, Köln, Weimar) erschienen.

Südosteuropa-Bibliographie. München 1956–1992

Als das Südost-Institut Anfang der 1950er Jahre begann, Bibliographien zu Südosteuropa zu erarbeiten, war es nicht nur wegen des Kalten Krieges schwierig, an Literatur und Buchdaten aus den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang zu gelangen, sondern es fehlte mit dem Internet das heute am meisten verbreitete bibliographische Rechercheinstrument. Der besondere Wert der ab 1956 herausgegebenen Bibliographien liegt darin, dass Buch- und Aufsatzdaten durch Annotationen angereichert sind, und damit eine sachliche Suche möglich ist.

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