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Bayern-Kroatien transnational. Grenzüberschreitende Netzwerke von MigrantInnen aus Kroatien in Bayern in lebensgeschichtlicher Perspektive

Projektleitung: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer
Bearbeiterinnen:Karolina Novinšćak, Katharina Schalk (SHK)
Laufzeit: 2009-2012

Das Projekt „Bayern-Kroatien transnational“ untersucht grenzüberschreitende/transnationale Netzwerke, die Arbeitsmigrant/inn/en und ihre Nachkommen (die „Post-Migrations-Generation“) zwischen Bayern und ihrem Herkunftsland Kroatien geknüpft haben, in lebensgeschichtlicher Perspektive.

An Fallbeispielen wird mittels biographischer Interviews und intergenerationeller Familiengespräche analysiert, welche transnationalen Verbindungen die Arbeitsmigrant/inn/en und die Zweite Generation in Bayern entwickelt und wie sich diese im Lebenszyklus sowie mit dem Generationswechsel verändert haben. Welche Erwartungshaltungen und Zugangsmöglichkeiten sind mit transnationalen Praktiken zu materiellen, symbolischen und sozialen Ressourcen verbunden? Wie haben die Verbindungen mit der „alten Heimat“ die Integrationsstrategien in Deutschland beeinflusst? Welchen Nutzen ziehen Migrant/inn/en und ihre Nachkommen aus sozialen Kontakten mit der „alten Heimat“? Die lebensgeschichtlichen Befunde werden durch sozialhistorische Analysen kontextualisiert und historisiert.

Die Dynamik der transnationalen Verbindungen und Praktiken wird vor dem Hintergrund der internationalen, nationalen und regionalen Migrationssysteme, in denen sich der Prozess der Arbeitsmigration aus Kroatien nach Bayern vollzogen hat, untersucht. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch die Untersuchung der Auswirkungen der deutschen und jugoslawischen/kroatischen Migrationspolitik auf die Praktiken der MigrantInnen. Eine weitere wichtige Fragestellung betrifft die Wissensbestände der Migranten und ihre Transformationen im Verlauf des Migrationsprozesses. Bei diesen Fragen gilt es insbesondere die Konsequenzen des Zerfalls Jugoslawiens und der Unabhängigkeit Kroatiens für die migrantischen Einstellungen und Praktiken zu berücksichtigen. 

Das Projekt ist Teil des Bayerischen Forschungsverbundes „Migration und Wissen“ (formig) und wird in Kooperation mit der Universität Regensburg durchgeführt.

Projektresultate und -aktivitäten:

Workshops

  • Workshop „Arbeitsmigration und Transnationalismus in Europa – aktuelle und historische Perspektiven / Labour Migration and Transnationalism in Europe – Contemporary and Historical Perspectives“ am 10.-11. Dezember 2010 in Regensburg.

Ausgewählte Workshop-Beiträge wurden auf der Forschungsplattform Südosteuropa (http://fpsoe.de) veröffentlicht.

  • Workshop "Imagining and Doing Diaspora: Southeast European Perspectives" am 16.-17.4. 2012 in Zagreb, Kroatien. In Kooperation mit dem Institut für Ethnologie und Folkloristik.

Publikationen

  • Karolina Novinšćak: Auf den Spuren von Brandts Ostpolitik und Titos Sonderweg: Deutsch–jugoslawische Migrationsbeziehungen in den 1960er und 1970er Jahren. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 2012 (in Erscheingung).
  • Karolina Novinšćak: From Yugoslavia via Germany back to Croatia? The “Return-Paradigm” in migration policies with regard to labour migration from socialist Yugoslavia/Croatia to the FR Germany and political transition. In: Crossroads, The macedonian foreign policy journal, 2012 (in Erscheinung).
  • Karolina Novinšćak: Gekommen, um zu gehen? Transnationale Lebensverläufe und Grenzen ihrer statistischen Erfassung am Beispiel deutsch-kroatischer (Re)Migration. In: Ulf Brunnbauer, Karolina Novinšćak, Christian Voss (Hrsg.): Gesellschaften in Bewegung. Emigration aus und Immigration nach Südosteuropa in Vergangenheit und Gegenwart. SOI Jahrbuch, München 2011, 93–123.
  • Karolina Novinšćak: Migration from Yugoslavia via Germany back to Croatia? The connection of transnationalism and return-migration in macro- and micro perspective.

Vorträge

  • Karolina Novinšćak: „Transnationale Beziehungen als Wissensressource im Lebensverlauf. Das ForMig-Projekt „Bayern-Kroatien transnational“, BAMFForschungstag „Migrationspotentiale-Potenziale von Migranten. Möglichkeiten und Grenzen angewandter Migration- und Integrationsforschung, veranstaltet vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 29. Februar 2012.
  • Karolina Novinšćak: „Arbeitsmigration auf dem „jugoslawischen Sonderweg“, Universität Passau, DAAD Winterseminars „Migration im Ost-West-Kontakt“, 17. Januar 2012.
  • Karolina Novinšćak Arbeitsmigration auf dem „jugoslawischen Sonderweg“.  Zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergrund des deutsch–jugoslawischen Anwerbeabkommens vom 12.10.1968,“ Tagung „Anwerbung, Integration und Rückkehr: Arbeitsmigranten in der Bundesrepublik Deutschland seit den späten 1950er Jahren“, BAMF/IMIS/Universidad Complutense de Madrid, Nürnberg, 29.–30.März 2010.

Finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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