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Journalists at Risk – Turning Points: Russia

25.06.2026 18:30 Uhr IOS, Raum 017, Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg Diskussion, Publikumsveranstaltungen

Im Mittelpunkt des Treffens stehen Gespräche mit Journalist*innen, die Russland verlassen haben und sich offen gegen die russische Aggression in der Ukraine aussprechen. Wir werden die Formen der Repression untersuchen, die sie erlebt haben – wie sich der Druck schrittweise verstärkte und in plötzlichen Eskalationen. Die Gäste werden über den Moment reflektieren, in dem ihnen bewusst wurde, dass der freie Journalismus in Russland endgültig vorbei war. Lässt sich eine gemeinsame Zeitachse zeichnen, oder verweisen verschiedene Reporter:innen auf unterschiedliche Wendepunkte? Hat es in Russland jemals wirklich freien Journalismus gegeben, und wenn ja, wie lange? Wie hat ihre Wahrnehmung des Journalismus in der Sowjetzeit ihr Verständnis geprägt, und hat sich diese Perspektive verändert?

Wir werden auch die persönlichen Folgen dieses „Endes der freien Welt“ untersuchen: Wie hat sich ihr Verständnis des Berufs entwickelt? Wer sind sie jetzt nach einem so tiefgreifenden Bruch? An wen können sie schreiben, und wer ist nun unerreichbar?

Durch die Verbindung einzelner Erfahrungsberichte mit einer umfassenderen Betrachtung wird uns diese Veranstaltung helfen, nicht nur die Herausforderungen zu verstehen, denen Journalist:innen gegenüberstehen, sondern auch die systemischen Kräfte, die die Medienlandschaft im heutigen Russland prägen.

Referent*innen: Masza Makarowa, Leonid Ragozin, Vladimir Shvedov; Moderator: Jędrzej Morawiecki (Universität Wrocław)

Veranstalter: „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA), Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS)