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Georgien im europäischen Horizont: Ein dezentrierter Blick auf Europa

31.10.2026 13:00 Uhr Kulturraum "Vor der Grieb", Vor der Grieb 5, 93047 Regensburg Diskussion, Vorträge

Vortrag und anschließende Diskussion mit Zaal Andronikashvili (ZfL) und Katrin Boeckh (IOS). Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "mit & über GEORGIEN".

Was bedeutet Europa, wenn man nicht von Berlin, Paris oder Brüssel, sondern von Tbilissi aus auf seine Geschichte und Gegenwart blickt? Der Vortrag zeigt, wie eng Georgien seit Jahrhunderten mit europäischen Ideen, politischen Hoffnungen und kulturellen Entwicklungen verbunden ist. Zugleich wird deutlich, dass Europa nicht nur von seinen vermeintlichen Zentren her verstanden werden kann. Die georgische Perspektive eröffnet  einen anderen Blick auf gemeinsame historische Erfahrungen, auf Fragen von Freiheit und Zugehörigkeit und auf die Bedeutung der europäischen Idee in einer Zeit, in der diese Verbindungen neu unter Druck geraten.

Zaal Andronikashvili  ist Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin sowie Professor an der Ilia State University in Tbilissi. Seine Arbeiten verbinden Literaturtheorie mit der Literatur- und Kulturgeschichte Georgiens im Kontext des Russischen Imperiums, der Sowjetunion und der postsowjetischen Zeit sowie mit imperialen und kolonialen Konstellationen im Kaukasus- und Schwarzmeerraum. Er ist Autor mehrerer Bücher und schreibt für die deutsche Presse.

Katrin Boeckh forscht als Historikerin über die Geschichte Ost- und Südosteuropas. Sie leitet am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg die Forschungsstelle Kultur und Erinnerung. Heimatvertriebene und Aussiedler in Bayern.

Kooperation: Kulturamt der Stadt Regensburg, Orphée Regensburg, St. Katharinenspitalstiftung, Vardzia Kulturzentrum und Weinland Georgien.