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Energiepolitik auf dem Balkan

19.05.2026 18:30 Uhr R 121, VHS, Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8 Diskussion, Publikumsveranstaltungen, Vorträge

Die US-Administration unter Donald Trump setzt zur Zeit eine Strategie der Energiedominanz auf dem Balkan um. Dabei geht es einerseits darum, den russichen Einfluss- bei Gaslieferungen, Energie-Infrastruktur, Raffinerien-zurückzudrängen und andererseits amerikanisches Flüssiggas zu verkaufen und US-Firmen Verträge zu verschaffen. Diese Strategie widerspricht teils den europäischen Interessen und EU-Projekten auf dem Balkan.

Ende April unterzeichneten etwa Bosnien und Herzegowina und Kroatien ein Abkommen über eine südliche Gasverbindung. An der Zeremonie in Dubrovnik nahm auch US-Energieminister Chris Wright teil. Das US-amerikanische Unternehmen AAFS Infrastructure and Energy wird die Gaspipeline betreiben. Einer der Chefs des Unternehmens ist Joseph Flynn, der Bruder des ehemaligen Sicherheitsberaters von Trump, Michael Flynn. Der andere ist Jesse Binnall, er vertrat Trump als Rechtsanwalt. Der Landesteil Föderation von Bosnien und Herzegowina verabschiedete ein Sondergesetz. Die EU erhob Einspruch. Denn die Vergabe wurde ohne Ausschreibung beschlossen. Die Gaspipeline ist nur eines von vielen US-Vorhaben auf dem Balkan. Ende Februar vereinbarten zwölf Länder Mittel-und Osteuropas mit den USA eine Partnerschaft zur LNG-Lieferung.

Die Reihe Journalist Talks ist Teil des seeFField-Projekts der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Regensburg.