Ein Mosaik Georgiens im langen 20. Jahrhundert
Vortrag von Tamar Qeburia (IOS) über die Geschichte Georgiens vom 19. Jahrhundert bis in die sowjetische Zeit, von Politik über Küche, Tanz und Musik bis zum Film. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "mit & über GEORGIEN".
Tamar Qeburia ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropastudien (IOS) in Regensburg. Sie promovierte im Fach Osteuropäische Geschichte an der Universität Göttingen und der Ilia-Staatsuniversität in Tiflis. In ihrer Forschungsarbeit befasst sie sich mit der Geschichte des Kaukasus im 19. und 20. Jahrhundert, wobei ihr Schwerpunkt auf der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Region liegt.
„Das 20. Jahrhundert war überall eine turbulente Zeit, doch dies galt ganz besonders für ein kleines Land, das lange zwischen größeren Reichen eingezwängt war.”
Ausgehend von einer Reihe kürzlich erschienener Bücher zur Geschichte Georgiens setzt dieser Vortrag ein Mosaik des langen 20. Jahrhunderts des Landes zusammen. Von der kurzen Unabhängigkeit der Jahre 1918–1921 bis zur sowjetischen Herrschaft zeichnet er die vielfältigen Formen des Widerstands gegen die imperialistische Herrschaft nach – nicht nur politischer Art, sondern auch in Gestalt von Küche, Tanz und Musik, städtischem Leben und Film. Dabei erscheint der soziale und kulturelle Bereich nicht als bloßer Hintergrund, sondern als Schauplatz, auf dem die Georgier verhandelten, sich anpassten und an ihrem eigenen kulturellen Leben festhielten.“
Kooperation: Kulturamt der Stadt Regensburg, Orphée Regensburg, St. Katharinenspitalstiftung, Vardzia Kulturzentrum und Weinland Georgien.