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Der österreichisch-ungarische Dualismus 1867–1918 zwischen Verfassungsordnung und kalkuliertem Missverständnis

30.06.2026 17:00 Uhr IOS, Room 017, Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg Presentations

Der österreichisch-ungarische Ausgleich von 1867 schuf ein kompliziertes Gebilde aus zwei Staaten mit einem Herrscher und gemeinsamen Angelegenheiten im Bereich Kriegsführung, Ausßenpolitik und Zoll- und Handelspolitik. Dieses System war von einer spezifischen Entstehungskonstellation geprägt und durchlebte im Laufe der Jahrzehnte einige tiefgehende Krisen. Es erwies sich jedoch insgesamt als stabil und hatte bis zum Oktober 1918 Bestand. Der Vortrag beschränkt sich nicht nur darauf, das dualistische Konstrukt in seinen Grundzügen und Funktionsweisen zu präsentieren. Er fragt auch nun nach der Natur dieser Regelung und stellt die Frage, wie diese staatsrechtlich und machtpolitisch einzuordnen ist. Wie bewerteten die Zeitgenossen den 1867 geschaffenen Dualismus, welche Probleme traten im Laufe der Jahrzehnte seines Bestehens auf und welche Vorschläge gab es zu seiner Korrektur oder Weiterentwicklung? Abschließend nennt der Vortrag eine Reihe von Fragen, die für die zukünftige Förschung zur späten Habsburgermonarchie zentral zu werden versprechen.